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 Betreff des Beitrags: Bestrahlung bei "nur" einem befallenen Lymphknoten??
BeitragVerfasst: 27. Dez 2011, 15:55 
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Wienerin hat geschrieben:
Hallo ihr Lieben!

Ich hoffe, ihr könnt mir weiterhelfen. Ich bin unsicher, ob ich die Bestrahlung machen soll, oder nicht. Einerseits will ich nichts unversucht lassen, um wieder ganz gesund zu werden. Andererseits habe ich langsam das Gefühl, "übertherapiert" zu sein.

Ich hatte eine Brustamputation und 1 befallenen LK. Die Ärzte sind sich uneinig, ob eine Bestrahlung der Lymphabflußwege nötig ist, da man es wohl erst ab 3 bef. LK empfielt. Aber natürlich sagt mir kein Arzt wirklich, ich soll es lassen. Sollte es schief gehen, wollen sie ja nicht, dass ich ihnen dann was vorwerfe. Außerdem war mein Tumor trifokal, was wohl ein erhöhtes Rezidivrisiko darstellt. Trotzdem legen sie die Entscheidung in meine Hände (ich sei ein "Kann"-Fall). Ich habe schon von anderen Kliniken gehört, in denen in so einem Fall nicht bestrahlt wird.

Mir hat ein Arzt gesagt, die Bestrahlung würde nur zu 5% die Heilungschance verbessern, Sport dagegen 40 %. Ist das wirklich so? Denn dann kann man sich das doch sparen?! Und wie sieht es mit Spätfolgen aus, was tue ich meinem Körper damit tatsächlich an?

Ich freue mich schon auf eure Antworten,

glG Anja


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 Betreff des Beitrags: Re: Bestrahlung bei "nur" einem befallenen Lymphknoten??
BeitragVerfasst: 27. Dez 2011, 15:55 
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Tina1962 hat geschrieben:
Hallo Anja,

bei mir waren 3 Lympfknoten befallen und ich wurde nicht bestrahlt. Meine Erfahrung sagt, dass es immer wieder unterschiedliche Aussagen dazu gibt. Vielleicht können dir andere hier im Forum mehr dazu sagen. Ich war froh, um die Bestrahlung herumzukommen und habe es bis heute eigentlich nie in Frage gestellt. Bei mir wurde im Mai 2007 die Diagnose gestellt, also schon 3,5 Jahre her (JUCHUH!!!!). Versuch auf deinen Bauch zu hören und entscheide dann. Sport kann auf jeden Fall nicht schaden.

Liebe Grüße
Tina aus Berlin


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 Betreff des Beitrags: Re: Bestrahlung bei "nur" einem befallenen Lymphknoten??
BeitragVerfasst: 27. Dez 2011, 15:55 
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Megi hat geschrieben:
Hallo Anja,
vielleicht hilft Dir diese Überlegung, die mir die Entscheidung einfach gemacht hat:
Ein befallener LK bedeutet, dass sich eine oder mehrere Krebszellen in Deinen Lymphbahnen auf den Weg in andere Regionen Deines Körper gemacht haben. Ein Lymphknoten hat seinen Job gut gemacht und die Krebszelle aufgehalten. Ob das die einzige Zelle war, die unterwegs war oder ob in den Bahnen noch welche überdauert haben, weiß der Gott alleine.
Die Chemo tötet Zellen ab, die sich gerade vermehren. Wenn also etwas unterwegs war, sich gerade NICHT vermehrt hat, hat die Chemo überlebt, bleibt die Bestrahlung, die den letzten Biestern den Garaus bereitet.
Sport ist gut, das weiß ich auch, jedoch habe ich die Bestrahlung als einen erforderlichen Therapieteil gesehen, den ich mitgenommen habe. Sport hin oder her.
Sport stärkt das Immunsystem, dieses tötet Eindringlinge im Körper. Einmal hat das System versagt...
Übrigens sieht meine Haut wunderbar aus. Die Narbe dünn wie ein Haar. Direkt nach der Bestrahlungsphase war due Haut schon anders. Jetzt, nach 6 Wochen ist alles paletti. Nur zur Lymphdrainage gehe ich noch, die Thoraxflanke und die Hautfalte, die die Arzte bei dem Ablatio für den Wiederaufbau gelassen hatten, haben noch Probleme mit dem Lymphabfluss. Die Massage tut aber soooo gut! Auch der Seele ;-))
Also, hab keine Angst vor der Bestrahlung! Wenn Du schön bewegungslos die 2 Minuten liegst, kommen die Strahlen nur da an wo sie hin müssen und richten keine Schäden an ;-)
Übrigens: Ich hatte auch nur den einen Wächter-LK befallen.
Kein Ärzt hat zu keinem Zeitpunkt von einer Wahl gesprochen, im Gegenteil: die Aussage war, dass da was unterwegs war. Und sicher ist sicher.
Dies war mein Fall. Ich persönlich stand und stehe dazu. Wenn Du Dich aber unsicher fühlst oder abgeneigt bist, zwinge Dich nicht! Wenn Deine Psyche die Behandlung ablehnt, lehnt sie der Körper auch, daran glaube ich.
LG
Megi


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 Betreff des Beitrags: Re: Bestrahlung bei "nur" einem befallenen Lymphknoten??
BeitragVerfasst: 27. Dez 2011, 15:56 
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Anja hat geschrieben:
Hallo Anja,
komisch wie verschieden das alles läuft. Bei mir waren 9 Lymphknoten befallen und ich musste ohne wenn und aber zur Bestrahlung, meine Arbeitskollegin ist gleichzeitig operiert worden, es war kein Lymphknoten befallen und sie musste trotzdem zur Bestrahlung. Uns ist gesagt worden, und ich habe es auch teilweise in Berichten gelesen, dass die Bestrahlung den gleichen Stellenwert wie die Chemo hat, und darauf habe ich mich natürlich verlassen.
Ich hatte nie das Gefühl übertherapiert zu sein, ganz im Gegenteil, hätte es noch andere Möglichkeiten gegeben, hätte ich auch die Möglichkeiten angenommen um das Mistvieh komplett zu besiegen.
Ich hatte bei und nach der Bestrahlung kaum Nebenwirkungen, ich war etwas müde und hatte zum Schluss eine leichte Verbrennung, ähnlich einem Sonnenbrand.
Ich wünsche viel Erfolg bei deinen Überlegungen, es ist nicht immer ganz einfach!
Liebe Grüsse
Anja


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 Betreff des Beitrags: Re: Bestrahlung bei "nur" einem befallenen Lymphknoten??
BeitragVerfasst: 27. Dez 2011, 15:56 
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Alexandra2010 hat geschrieben:
Liebe Anja,

nach Chemo und Ablatio hatte ich bei fünf befallenen Lymphknoten die Wahl und habe mich FÜR die Bestrahlung entschieden. Sie hat mich nicht belastet, mir aber das Gefühl gegeben, alles gegen den Krebs zu tun. Als Ersatz für den Sport betrachte ich die Bestrahlung allerdings nicht. Alle Therapien ergänzen sich in meinen Augen.

Gruß
Alexandra


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 Betreff des Beitrags: Re: Bestrahlung bei "nur" einem befallenen Lymphknoten??
BeitragVerfasst: 27. Dez 2011, 15:57 
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britta74 hat geschrieben:
Hallo!!!!

Bei mir wurde in der linken Brust 2008 kurz nach der Entbindung unseres Sohnes DCIS diagnostiziert, OP und Bestrahlung. Ich empfand die Bestrahlung physisch nicht so belastend wie psychisch.
2009 wurde ich erneut schwanger und direkt nach der Entbindung wurde exakt an der bestrahlten Stelle ein Tumor gefunden. Diesmal Chemo und OP, keine Bestrahlung weil die Haut so dauerhaft geschädigt ist, dass man da Jahre hätte warten müssen.
Selbst wenn man mir eine Bestrahlung empfohlen hätte, hätte ich sie auf gar keinen Fall gemacht. Für mich ist es völlig sinnbefreit sowas zu machen, nachdem es im Ansatz nix geholfen hat!!!!
JEDER hat da seine eigenen Eindrücke. NIEMAND kann einem bei so einer Entscheidung helfen. Höre allein auf dein Bauchgefühl! Für dich muss es stimmen und du musst auch langfristig zu deiner Entscheidung stehen können und nicht doch noch nach ner Weile inz zweifeln kommen - das zermürbt nur und das kann man bei so einer Erkrankung einfach nicht gebrauchen!!!


In diesem Sinne wünsche ich dir jetzt trotzdem schöne Weihnachten und einen guten Rutsch in ein hoffentlich soviel besseres Jahr hinein!!!!!!!!!!!!!!!!
Britta


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 Betreff des Beitrags: Re: Bestrahlung bei "nur" einem befallenen Lymphknoten??
BeitragVerfasst: 27. Dez 2011, 15:57 
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Wienerin hat geschrieben:
Hallo!

Lieben Dank für die vielen Antworten! Ich spüre, ich bin nicht allein!

Ich habe mich letztendlich für die Bestrahlung entschieden.Ich könnte mich wohl nie ganz von dem Gefühl befreien, einen Fehler begangen zu haben. Ob die Bestrahlung überflüssig ist, weiß ich zwar bis heute nicht, das weiß wohl nur der liebe Gott. Doch ich habe letzte Woche beim Einzeichnen für die Bestrahlung nochmal mit einem Arzt sprechen können. Er war sehr nett und hat sich viel Zeit genommen. Und ich kam zu der Einsicht, dass ich alles tun sollte, was die Medizin hergibt, um gesund zu werden. Eine Garantie gibt es nicht, doch ich könnte es mir wohl nie verzeihen, wenn es dann (ohne Bestrahlung) schief gehen würde!

Ich habe mir einen seit meiner Jugend bestehenden Traum erfüllt: Wir haben uns einen Hund zugelegt! Er macht mir so viel Freude, und er lenkt mich wirklich ab. Es gibt noch was anderes im Leben als Krankheit, Krankenhäuser und Chemo! Ich denke, dass sowas auch sehr zur Heilung beitragen kann. Und ich laufe jetzt jeden Tag mit unserem Hund zur Bestrahlung, anstatt zu fahren. Noch ein positiver Nebeneffekt! Mit was habt ihr euch so im Laufe eurer Therapie belohnt? Außer nach einem guten Essen hatte ich während der Chemo kein Verlangen-und das lag wohl daran, dass man in der Zeit eh keinen Geschmacksinn hat! :0) Wenn die Bestrahlung rum ist, werde ich mich dann noch mit einem Wochenend-Trip nach Wien belohnen. Das hätte ich mir alles ohne dieser Erkrankung nie gegönnt. Plötzlich weiß man das Leben wieder richtig zu schätzen. Geht euch sicher auch so...

Liebe Grüße

Anja


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 Betreff des Beitrags: Re: Bestrahlung bei "nur" einem befallenen Lymphknoten??
BeitragVerfasst: 27. Dez 2011, 15:57 
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Anja hat geschrieben:
Hallo Anja,
auch wir haben uns einen Hund zugelegt und das war die beste Entscheidung, die wir treffen konnten. Eigentlich war der Hund für unsere Tochter, da sie ja jetzt "alleine" bleibt,weil keine Geschwister mehr möglich sind.
Aber auch uns tut der Hund unheimlich gut. Und das beste ist, man muss bei jedem Wetter raus und sich bewegen.
Ja, Belohnung ist schon wichtig!!!!
Liebe Grüsse


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 Betreff des Beitrags: Re: Bestrahlung bei "nur" einem befallenen Lymphknoten??
BeitragVerfasst: 27. Dez 2011, 15:58 
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Petra hat geschrieben:
Hallo alle zusammen !

Auch wir haben einen Hund. Allerdings hatten wir ihn schon vor meiner Brsutkrebsdiagnose im November 2008. Aber es hat mir wahnsinnig gut getan, während der Chemo immer wieder mit ihm spazieren zu gehen und so raus zu kommen. Ich weiß nicht, ob ich soviel spazieren gegangen wäre ohne Hund. Wahrscheinlich wohl nicht !!!

Wünsche euch allen noch ein schönes Wochenende.

Petra


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