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 Betreff des Beitrags: wie kann ich ihr am besten helfen?
BeitragVerfasst: 28. Dez 2011, 13:25 
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schwester hat geschrieben:
Hallo,

gestern rief mich meine Schwester an und teilte mir mit das sie Brustkrebs hat.
Ich war total von der Rolle und konnte nicht anderster als mehrere Stunden, nach dem Telefonat, nur noch heulen. Eigentlich ist sie ja von uns zwei die Taffere (jedenfalls nach außen) und ich das Weichei.
Ich habe keine großen Infos über ihren BK, weiß eigentlich nur das er 2,5 cm sein soll und ziemlich nah an der Brustwarze sitzt. Dadurch soll sie jetzt erstmal Chemo und Bestrahlung bekommen um ihn zu verkleinern und dann erst zu operieren. Die Lympfknotenentfernung, Chemo etc liegt also noch alles vor ihr.

Nun meine Frage: Wir wohnen über 500 km auseinander doch ich möchte ihr irgendwie helfen. Wie verhalte ich mich jetzt am besten? Ich traue mich nicht sie momentan anzurufen um sie nicht zu belasten. Ist ein Besuch hilfreich wenn sie Chemo bekommt? Könnt Ihr mir, als Betroffene, schreiben wie ich wirklich für Sie da sein kann? Was ihr jetzt gut tun würde und was nicht?

Ich würde mich freuen, wenn ihr mir helfen würdet.... :)


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 Betreff des Beitrags: Re: wie kann ich ihr am besten helfen?
BeitragVerfasst: 28. Dez 2011, 13:25 
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Anja hat geschrieben:
Hallo,
wichtig ist, dass sie einfach weiss, dass du für sie da bist. Ruf sie ruhig an! Mir war es lieber, als alle die, die mir aus dem Weg gegangen sind- Ich habe mich gefreut, wenn sich Freunde gemeldet haben und nicht hinter meinem Rücken darüber geredet haben.
Ich hatte nur bei der ersten Chemo Begleitung, weil ich einfach nicht wusste , was auf mich zukommt. Aber das wir sie alles auch noch nicht genau wissen. Ihr Leben wird im Moment wie im Film ablaufen.
Wichtig ist einfach nur zuhören und sagen , dass du immer für sie da bist.
Mir hat es unheimlich geholfen, und der Satz: WIR SCHAFFEN DAS!!!
Und ihr werdet es schaffen.
Macht es gut, ganz liebe Grüße
Anja


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 Betreff des Beitrags: Re: wie kann ich ihr am besten helfen?
BeitragVerfasst: 28. Dez 2011, 13:25 
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schwester hat geschrieben:
danke Anja,

ja natürlich werden wir telefonieren und ich bin mir sicher das sie es schafft und ich werde auch immer für sie da sein.
das ist für mich selbstverständlich. doch wie kann ich ihr auch praktisch helfen?

was wird ihr wann schwer fallen? Wann wird sie meine praktische hilfe am nötigsten haben?

gruß Gabi


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 Betreff des Beitrags: Re: wie kann ich ihr am besten helfen?
BeitragVerfasst: 28. Dez 2011, 13:26 
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Megi hat geschrieben:
Hallo!
Meine Schwester wohnt 900 km von mir entfernt, ich hatte den Krebs, sie die ständige Sorge und ungutes Gefühl, dass sie nicht bei mir sein konnte. Das wusste ich, aber ehrlich gesagt ich brauchte sie auch nicht vor Ort. Ich wollte meine Ruhe im Haus, schlafen wann ich wollte, lesen, essen, ausgehen wann ich wollte. Meine Mutter, die zu mir kam, als ich die Lymphknoten entfernt bekommen habe, konnte ihre Angst und Verzweiflung nicht verbergen, als ich ihr sagte, dass einer befallen war. Ich hatte die Tage danach Mühe, sie bei Laune zu halten, ihr die Angst zu nehmen, mich um sie kümmern. Ich habe drei Kreuze gemacht, als sie weg war. Ich brauchte meine Kraft für mich, für die anstehende Chemo. Mit meiner Schwester habe ich aber einen regen Mailverkehr, so offen wie nie davor, Themen, über die wir nie früher gesprochen haben, Sachen aus unserer Kindheit. Die Nächte, in denen ich nach Chemonicht schlafen konnte, war meine Mailzeit. Es war besser, als Anrufe, weil es einfacher geht, über bestimmte Sachen zu schreiben als sprechen. Sie war immer für mich da, 900km weit weg und ich liebe sie jetzt mehr, als früher. Früher war sie die Kleine, 5 Jahre jüngere, die immer auf die Nerven ging.
Ich weiß nicht, ob Deine Schwester verheiratet und Mutter ist. Ich kann mir vorstellen, dass an den Chemotagen (Chemoinfusion + einpaar Tage "Verdauung") es schwer ist, sich um Kindern zu kümmern. Ich kann mir vorstellen, ich hätte sie nur meiner starken Schwester anvertraut und mich entspannt erholt.
Wenn sie die Chemo auch alle drei Wochen bekommt, so wird es ihr ab dem 3 Zyklus nach den Chemos besser gehen, der Körper gewöhnt sich an das Gift, dann kannst Du mit ihr zwischen den Chemos, ab dem 10 Tag, einen kleinen Urlaub machen, etwas Unternehmen. Das hat mir viel Spaß gemacht und hat die schlimme Zeit ganz toll gemacht. Senners Anlass nicht so dramatisch gewesen wäre, könnte ich sagen, es war ein tolles Jahr mit mir, meiner Familie und Freunden.
Also- schreib ihr vom Herzen! Das kann sie 1000x lesen und sich erfreuen. Fahr mal mit ihr weg. Und wenn sie Kinder hat- sei eine gute Tante, wenigstens nach der ersten und zweiten Chemo.
Und noch etwas: ganz sicher ist leider nichts! Ich bin zwar gesund, trotzdem ist mir klar, dass nur Gott weiß, wie lange.... Die Sprüche - Kopf hoch, es wird schon- sind mir auf den Geist gegangen. Woher wussten das denn alle, was kein Arzt weiß und einem sagt... Nein, mir (also nur mir) war es lieber, wenn man mit mir realistisch an die Sache dran gegangen ist, über die ganzen medizinischen Methoden, Mittel, Therapien, Stärkung der Psyche und dann aber doch auch über Gottes Macht gesprochen hat. MIR war das lieber, als Trost. Aber jeder Mensch ist anders. Du wirst Deine Schwester schon kennen.
Alles Gute Euch Beiden!
LG.
Megi


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 Betreff des Beitrags: Re: wie kann ich ihr am besten helfen?
BeitragVerfasst: 28. Dez 2011, 13:26 
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Anja-Tanja hat geschrieben:
Hallo,

Ich weiß wie du dich gerade fühlst!!!!
Meine Mutter hat auch Brustkrebs. Was mir und meiner Mutter geholfen hat war dass wir darüber gesprochen haben!!!

Reden ist das beste was du in dieser Situation machen kannst!!
Ich habe auch Bücher über dieses Thema gelesen. Was mir sehr geholfen hat war Therapien bei Brustkrebs, gibt es als EBook bei http://www.heilung-brustkrebs.de
Da wird auf alles eingegangen! Kann ich nur empfehlen


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 Betreff des Beitrags: Re: wie kann ich ihr am besten helfen?
BeitragVerfasst: 28. Dez 2011, 13:27 
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schwester hat geschrieben:
vielen Dank an Anja-Tanja

vielen lieben Dank an Megi. Das war sehr schön ausführlich. Da deine Schwester auch so weit weg wohnt, kannst du dir vorstellen wie es für mich gerade ist. Ich bin dir sehr dankbar für deine Tips rund um die Chemo. Sie hat Gott sei Dank keine kleinen Kinder mehr bzw. leben diese gar nicht mehr zuhause. Auch sie wohnen leider sehr weit weg. Doch sie hat einen sehr lieben Mann der sich bestimmt sehr um sie kümmern wird. Trotzdem finde ich es gut zu wissen das sie eventl. lieber ihre Ruhe haben möchte statt jmd. um sich herum. Auch wir wollen mehr mailen statt telefonieren. Ich hoffe ich werde sie bald besuchen können.

Danke.....


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 Betreff des Beitrags: Re: wie kann ich ihr am besten helfen?
BeitragVerfasst: 28. Dez 2011, 13:27 
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Farhana hat geschrieben:
Viele meiner Freunde und meine Schwester wohnen mehrere hundert km von mir entfernt.
Wer mir in der schweren Zeit wirklich geholfen hat, das waren Leute, die mir immer wieder gezeigt haben, dass sie an mich denken, oder für mich beten, ohne irgendetwas von mir zu erwarten. Meine Eltern waren oft nach den Chemos da, um mir mit Kleinkind und Haushalt zu helfen, und klar, es war nötig, aber es kann auch schnell zu viel werden.
am Besten fragst du Deine Schwetser, was sie sich wünscht.
Ich konnte es auch nicht leiden, wenn Leute so Dinge dahergesagt haben wie "Das wird schon wieder, du musst nur positiv da rangehen". Viel besser war es, wenn Menschen sich auch ohne Scheu meine abgrundtiefen Sterbensängste anhören konnten.
Den Gedanken "vielleicht will sie ihre Ruhe" hätte ich früher vielleicht auch gedacht. Heute weiß ich, dass grade in schweren Zeiten oft nicht die Kraft da ist, sich bei Leuten zu melden. Wenn die sich dann auch nicht mehr melden, kann man sich schnell einsam fühlen. Mir hat es gut getan, wenn liebe Menschen einfach nicht aufgehört haben , sich zu melden, auch wenn ich oft zu krank war um ans Telefon zu gehen. Wir haben vereinbart, ich gehe nur ran, wenn ich mag, und wenn nicht ist auch okay. Damit konnten alle gut leben.
Ich wünsche Deiner Schwester und Dir ganz viel Kraft und die Gabe, auch in schweren Zeiten die vielen kleinen positiven Dinge im Leben wahrnehmen zu können. Viele Betroffenen erleben das Leben ab dem Zeitpunkt der Diagnose viel intensiver und kostbarer als je zuvor, und das kann ein großer Zugewinn sein.


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