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 Betreff des Beitrags: 1. Chemo!!
BeitragVerfasst: 28. Dez 2011, 12:32 
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josch hat geschrieben:
Hallo, zusammen!!

Auch bei mir ist es jetzt soweit!Gestern habe ich die Termine für die ersten 4 Chemos bekommen.
Ich bekomme eine neoadjuvante Therapie-4mal EC und 4mal Dochaumichblau. Am 16.03. geht´s los!
Wahrscheinlich kennt ihr das auch:mir schwirren tausend Fragen im Kopf rum und die Antworten, die ich bis jetzt bekommen habe, gefallen mir nicht so richtig!
Ich bin als Fitnesstrainerin selbständig und habe mir vorgenommen alles gut zu verknuspern und auch unter der Chemo (wenn auch "modifiziert") weiter zu arbeiten. Laut Ärzten sei das aber unwahrscheinlich! Ich habe hier viele Beiträge gelesen, in denen ihr schreibt, das ihr entweder mit Sport angefangen oder ihn weiter gemacht habt!Muß doch also möglich sein!Was meint ihr dazu?
Auch der Punkt zunehmen beschäftigt mich.Ist das tatsächlich so?Die Kortisongabe dauert doch höchsten 2-3 Tage-da kann man doch nicht "aufgehen"!?!?
Wie war das Ergebnis bei euch bei einer vorgeschalteten Chemo?Stimmt es, das ein Tumor fast ganz verschwinden kann?Und wie fällt dann die OP aus?Kann es sein, das die Brust trotzdem abgenommen werden muß?
Ist die Wächterlymphknotenentfernung schmerhaft?Ich bin noch nie operiert worden-am Donnerstag ist es soweit!Ich hab mehr Angst vor OP´s als vor der Chemo!

Ich freue mich über eure Antworten!!
Es ist schön, wieder hier zu sein-nach dem Serverumzug hatte ich echt Probleme, diese Seite wieder zu finden!!

LG,Jo!


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 Betreff des Beitrags: Re: 1. Chemo!!
BeitragVerfasst: 28. Dez 2011, 12:32 
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Eowyn hat geschrieben:
Hallo,
Das mit der Gewichtszunahme trifft bei vielen zu. Kommt aber wahrscheinlich auf die Art der Chemo an. Bei mir waren es vor sechs Jahren 12 Kilo. Leider sind die danach auch geblieben. Damals vertraten die Ärzte allerdings die Meinúng, daß man während der Chemo keinen Sport machen soll. Das hat warscheinlich auch etwas dazu beigetragen.
Ob der Tumor zurückgeht oder ganz verschwindet ist glaub ich ganz individuell. Ich hab schon von vielen gelesen und gehört wo es funktioniert hat, aber leider auch von manchen bei denen es nicht geholfen hat.
Ob operiert wird kommt glaub ich ganz auf die Klinik an. Wenn der Tumor nicht mehr sichtbar ist, wird oft darauf verzichtet. Mit dem Tumormarker habe ich keine Erfahrung. Bei mir wurde damals radikal operiert, da zuviele befallen waren. Hab aber hier schon ein paarmal gelesen, daß es nicht besonders schmerhaft ist. Du schaffst es schon. Einfach tief durchatmen.
Neoadjuvant ist heute gängig. Damit werden die nötigen OP´s seltener und weitaus weniger umfangreich. Hoffe ich konnte etwas helfen. Hier sind bestimmt ein paar, die da mehr Erfahrungen haben.
Liebe Grüße
Eowyn


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 Betreff des Beitrags: Re: 1. Chemo!!
BeitragVerfasst: 28. Dez 2011, 12:32 
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Anja hat geschrieben:
Hallo Jo,
mir ist von meinem Onkologen geraten worden Sport zu betreiben, aber leider war es nicht so oft möglich, da ich von der Chemo oft ziemlich k.o. war, ausserdem fällt es mir schwer den inneren " Schweinehund " zu überwinden. Das wird bei dir ganz anders laufen.
Ich bin direkt radikal operiert worden, aber bei meiner Freundin ist nur der Wächterlymphknoten entfernt worden und sie hatte keinerlei Probleme damit, sie hatte auch kaum Schmerzen.
Ich habe während der Chemo auch an Gewicht zugenommen, aber noch schlimmer war es nachher mit den antihormonellen Tabletten. Dadurch ist die Gewichtsabnahme ziemlich schwierig. Bei mir spielt aber auch da der " Schweinehund" wieder mit.
Ich wünsche Dir alles Gute, liebe Grüße


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 Betreff des Beitrags: Re: 1. Chemo!!
BeitragVerfasst: 28. Dez 2011, 12:33 
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Wienerin hat geschrieben:
Hallo Josch!

Ich hab mich schon gewundert, wo dein Beitrag ist. Schön, dass du wieder dabei bist.

Ich habe während meiner Chemo sehr viel Sport gemacht (3x wöchentlich 2 km Schwimmen). Allerdings ging das nie direkt nach der Chemogabe, da ich dann total k.o. war. Nach ca. 5 Tagen ging es dann wieder, und ich ging ins Schwimmbad. Meine Onkologen waren zwar wegen der Leukopenie nicht so begeistert davon, ihnen wäre eine andere Sportart lieber gewesen, aber es ist immer gut gegangen. Ich denke, der Sport hat sogar dazu beigetragen, dass ich die Chemo relativ gut weggesteckt habe. Entscheide doch einfach, wie du dich fühlst. Wenn du es nicht übertreibst, und deinem Körper mehr abverlangst, als er in der Lage ist zu geben, kann es sicher nur positiv sein. Ich habe übrigens wärend der Chemo abgenommen, da ich entweder mit Übelkeit oder mit zerstörten Mundschleimhäuten zu kämpfen hatte. Da war mir nicht nach Essen zumute. Das Cortison habe ich auch immer nur 3 Tage lang nehmen müssen.

Die Entfernung der Lymphknoten war bei mir unangenehm, da ich 13 Stück entfernt bekam (1 befallener), Ich hatte danach lange Zeit Probleme, meinen Arm zu strecken. Aber das ist jetzt alles wieder super. Du schaffst das schon!

Und denk`dran, was ich dir letztes Mal schrieb: DU bist jetzt dran! :0) Du brauchst nicht tapfer sein, damit du andere nicht beunruhigst. Den Fehler habe ich am Anfang auch gemacht. Bloß nicht Jammern, dann leiden die anderen ja! Jetzt sage ich, wenn ich vor etwas Angst habe, oder es mir nicht gut geht. Und das ist total befreiend! Wenn du also Angst vor der OP hast,oder du dich während der Chemo mies fühlst, sprich mit deinem Mann, deinen Eltern, Geschwistern oder wem auch immer du vertraust darüber! Auch wenn es für sie schwer ist, dich leiden zu sehen. Mit Betroffen zu sprechen ist natürlich noch mal was anderes. Wir wissen wirklich, wie du dich fühlst! Ich habe meiner Mutter und meiner Schwester das Buch von M. Pielhau auch zu lesen gegeben. Da verstanden sie noch besser, wie ich mich fühle.

Ich wünsche dir für die kommende Zeit nur das Allerbeste!!

Liebe Grüße Anja


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 Betreff des Beitrags: Re: 1. Chemo!!
BeitragVerfasst: 28. Dez 2011, 12:33 
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josch hat geschrieben:
Hallö zusammen!!!

Erstmal vielen Dank für eure lieben Antworten, sowas baut auf!!!

Ich hab´s geschafft:Sentinel-und Port-OP liegt hinter mir, heute wurde ich endlich entlassen!!!
Bis auf eine heftige allergische Reaktion ging alles gut-hab´s mir schlimmer vorgestellt. Das mit den Lymphknoten tut gar nicht so weh aber der Port "jubelliert" immer noch ganz schön. Mir wurden dann doch auch drei L-Knoten entfernt, obwohl ich nur mit einem gerechnet habe-hatte das jemand auch?Heißt das zwangsläufig, daß sie dann "befallen" sind?Das Ergebnis erfahre ich erst in ca. 1-2 Wochen! Ich habe auch im Arztbrief gelesen, das mein Tumor cG3/Triple negativ ist- was heißt denn das nun wieder?Negativ=schlecht?

Wißt ihr, was mich total umgehauen hat??:mein Mann hat die ganze Wohnung geputzt, aufgeräumt und sich sogar um die Spülmaschine gekümmert!!!Das hat er in den ganzen 14 Jahren noch nie gemacht!!!Erst recht nicht nach Aufforderung!!!
So könnte das jetzt weitergehen!!!Mann denkt mit, Chemo läuft gut und ich werd´ratz fatz wieder gesund UND habe an Weihnachten wieder Haare!!! :D

So, ich geh jetzt ein bisschen auf die Couch....kaum wird´s Frühling da bin ich müde ;)

LG,Jo!


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 Betreff des Beitrags: Re: 1. Chemo!!
BeitragVerfasst: 28. Dez 2011, 12:33 
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Eowyn hat geschrieben:
Hi,
kann dir nur zu den Lymphknoten was sagen. Den Wächterlymphknoten entfernen bedeutet nicht zwangsläufig nur einen zu entfernen. Es ist hab ich gehört nicht einfach nur einen zu erwischen. Meist sind noch ein paar Kleinere oder so dabei. Mach dir also deshalb keinen Kopf. Es ist normal .
Ist übrigens super, daß es bei dir daheim so toll läuft. Werd gleich neidisch. Der Port sollte in ein paar Tagen nicht mehr stören. Spätestens wenn die Fäden gezogen worden sind.
Werd es dir gleich tun, und mich auf´s Ohr legen. Bin irgendwie noch geschafft.

Liebe Grüße

Eowyn


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 Betreff des Beitrags: Re: 1. Chemo!!
BeitragVerfasst: 28. Dez 2011, 12:34 
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Megi hat geschrieben:
Hallo Jo,
es muss gestern etwas in der Luft gewesen sein, ich war auch total kaputt, musste mich nach dem Karnevalsumzug erst einmal hinlegen, am Abend ging es auch direkt nach Tatort ins Bett.. ;-)
Nun aber zu Deinen Fragen. Ich versuche es so kurz wie möglich zu halten, dies ist aber im Hinblick darauf, dass bei mir alles noch so frisch ist, sehr schwer ;-)) Am letzten Freitag jährte sich meine erste Chemo. Ich war wie Du neoadjuvant behandelt, habe die gleiche Chemo wie Du bekommen, habe jetzt aber meine Brust trotzdem weg. Warum, dazu später.
1. Besorge Dir umgehend Equizym, nehme es jeden Tag wie es im Beipackzettel steht. Das Zeug lindert die Nebenwirkungen, v. a. an den Schleimhäuten. Darüber hinaus enthält Selen, wichtig in jeder Krebstherapie. Ich hatte es erst kurz vor der ersten Chemo genommen, deshalb wirkte es noch nicht so gut, aber bereits nach der zweiten Chemo hatte ich nicht mal 50% der Beschwerden, wie nach der ersten.
2. Die EC Chemo macht die Eierstöcke kaputt, bei mir setzte nach der zweiten Chemo die Regel aus. Nun bin ich in den Wechseljahren. Mit 44 ist vielleicht nicht so dramatisch, wenn Du aber noch nicht dahin willst, musst Du jetzt, vor der ersten Chemo die Spritzen zum Schutz der Eierstöcke einfordern.
3. Die Chemo ist ein Gift. Vor allem die EC musst Du schnell aus dem Körper ausspülen, also trinke bitte - am liebsten schon während der Chemo- die 24 Stunden danach viel, jede Stunde ein Glas. Mir hat es keiner gesagt, deshalb hielten sich die Nebenwirkungen gute 10 Tage!!! Und die war ich wirklich aus dem Verkehr. Als Erinnerung aus den 10 Tagen ist mir da nur geblieben, dass mir im Schlafzimmer die Sonne ins Gesicht schien. Ansonsten weiß ich nichts.
4. Die Chemo ist ein Zellgift. Der Körper reagiert wie auf jedes andere Gift: mit Brechreiz. Das passiert immer, wenn man Salzwasser in den Mund bekommt, oder irgendwas anderes Ekliges. Die Übelkeit nach der Chemo ist diese einfache Reaktion. Es gibt EMEND, was man davor und die nächsten 2 Tage nehmen kann. Ich musste nicht ein einziges Mal erbrechen. Übel war es mir aber trotzdem. Gefährlich kann es sein, wenn Du während der ersten-zweiten Chemo etwas isst. Der Körper verbindet dann das Gift mit dem gegessenen, es kann sich eine dauerhafte Abneigung entwickeln. Ich habe davon erst erfahren, als es bei mir soweit war und ich die entsprechende Broschüre in die Hände bekommen habe: mir wir übel, wenn ich an Ananas oder Wassermelone nur denke! In der 1 und 2 Chemo habe ich die Stücke (nach Empfehlung meiner Krankenschwester) gelutscht, um die Mundschleimhäute zu schützen.
Also. Aufpassen. Bei der dritten und vierten Chemo habe ich Schokolade genommen mit dem Gedanken, wenn schon Abneigung, dann wenigsten gegen einen Laster, tut nur der Figur gut ;-)) Hat aber nicht gewirkt ;-) Schokolade ist doch Droge für das Gehirn ;-) Mir war aber auch nach der 3 und 4 Chemo nicht mehr übel.
5. Andere Nebenwirkungen hielten trotzdem an, vielleicht nicht immer sehr stark. Fakt ist, dass frau die Woche nach der Chemo eigentlich komplett für die Chemo reservieren muss. Etwas anderes, als nur die Grundbedürfnisse zu decken, bringt man einfach nicht zu Stande.
5. Damit man nicht so komplett kaputt ist, hilft Sport, aber nur, wenn es ohne partielle Anstrengung für nur einzelne Muskeln geht. Nordic Walken ist da sehr gut. Mit den Stöcken - wenn man das richtig macht - hält man fast alle Muskeln in Bewegung, stärkt den gesamten Körper, so dass man sich nach den Chemos besser erholt. Die Blutwerte (die von Chemo immer am Boden sind) verbessern sich auch gut.
Ich walke bis heute, fast jeden Tag 45-60 Minuten. Senkt das Rückfallrisiko um ca. 25%. Bedeutet für mich statt 47% krankheitsfreie 10-Jahre Überlebensrate sogar ca. 59%. Das hört sich doch besser an, oder ;-)
6. Tripple negativ bedeutet für die Krebszelle: Keine oder ganz wenige HER2-Wachstumsrezeptoren (wenn positiv, dann wächst das Mistvieh 10-100 mal schneller, als der negative), keine Östrogen- und keine Progesteron-Rezeptoren, d. h. die Hormone regen Deinen Krebs NICHT zum Wachstum an.
Die HER2 Negativität würde ich positiv werten - das Biest wächst langsm. Es ist doch wunderbar, wenn man kein besonderes aggresives Ding hat. Da die Chemo Zellen angreift, die sich gerade teilen, musst Du aber vielleicht damit rechenen, dass die Chemo den Krebs nicht komplett zerstört, weil nicht alle Zellen sich permanent teilen. Was aber auch nicht schlimm ist, wenn er nicht ganz verschwindet. Die Rückfallquoten unterscheiden sich da nicht gravierend. Und operiert wirst Du so oder so.
Der Ultraschal erkennt nur eine bestimmte Zelldichte, d. h. die Signale, die entweder ankommen oder nicht. Wenn es nur einzelne Zellen sind, erkennt das auch der Ultraschal nicht. Deshalb auch, wenn nach der Chemo der Ultraschal oder MRT nichts anzeigen, wird mindestens der Bereich, wo der Krebs saß, herausoperiert und pathologisch untersucht.
Mein Beispiel:
Krebs vor der Chemo: 17mm
Nach 2 Chemos: 10mm (Clip-Markierung)
Nach 8 Chemos: 7-8 mm
Der Pathologe hat aber gesagt, dass der Restkrebs insgesamt bis 14 mm groß war. Also hat der Ultraschal mindestens 6 mm nicht erkannt! Wahrscheinlich war er auch vor der Chemo nicht 17mm sondern viel größer gewesen.
Da ich insgesamt "Problembrüste" hatte, mit massid Drüsen, Zysten, Masthopathie, Fibroadenose, war es mir zu riskant, auf den Ultraschal zu vertrauen, wenn es eindeutig so schwer war, das Mistvieh zu identifizieren. Ich habe die ganze Brust entfernen lassen. Jetzt habe ich zumindest auf der rechten Seite keine Bedenken und keine Fragen mehr bei den Kontrolluntersuchungen: vielleicht Zyste, vielleicht Drüse... vielleicht Krebs.
Ich hatt aber auch einen tripple positiven, die sind nun mal sehr schwierig (deshalb auch die 47% Prognose oben).
Wegen HER2 positiv bekomme ich noch bis Ende August Herceptin, ein Mittel, das diese Wachstumsrezeptoren blockiert, SOLLEN doch noch im Körper einzelne Zellen herum irren. Dann können sie nicht mehr wie blöd wachsen und das Immunsystem kann sie killen. Aber ich glaube fest daran, dass ich nichts mehr habe.
Ich hatte auch "nur" einen von drei entnommenen WächterLK befallen gehabt. Sie haben auch bei Dir drei entnommen, vielleicht, weil das Kontrastmittel einfach bei diesen drei angekommen ist. Ob etwas befallen ist, ist nicht automatisch. Wie lange hat bei Dir das Kontrastmittel nach dem Einspritzen gebraucht, bis es erkennbar war? Je schneller, umso wahrscheinlicher, dass der LK befallen ist. Das wollen wir aber nicht hoffen.
Da aber einer befallen war, hat man mir bei der großen OP Ende August, alle übrigen entfernt - 15 Stück. Deshalb jetzt noch Probleme mit der Schulter, mit dem Arm, mit Lymphödem in der Thoraxflanke. Ist mir aber alles egal, hauptsache gesund.
Wäre Dein Krebs Hormonpositiv, würdest Du 5 Jahre nach der Chemo Antihormone schlucken müssen, um eventuellen Resten im Körper die "Nahrung" zu entziehen. Nun ist Deiner nicht positiv, also entgehen Dir ziemliche Nebenwirkungen: Wechseljahrebeschwerden, Hitzewallungen (manchmal Tsunami ;-), Knochenschmerzen (die nach den Chemo 5 - 8 schon alleine wegen Chemo kommen und bei mir noch nicht weg sind!) etc. Die Antihormone stehen Dir aber andererseits nicht als Prophylaxe gegen Rückfälle zur Verfügung. Nun habe ich in meiner langen Therapiezeit gelesen, dass viele Krebsarten, wenn sie nicht Hormonabhängig sind, Kohlenhydrateabhängig sind. Diese Tests werden aber nicht standardmäßig durchgeführt, warum auch immer. Ich denke aber, dass man - auch wenn man nicht sicher ist, dass es bei einem zutrifft - eine 50:50 Chance hat, dass es doch zutrifft. Kohlenhydrate einzuschränken bedeutet, den Stoffwechsel zu ändern, und das mag vielleicht Dein Krebs auch nicht.
Auch wenn meiner hormonabhängig war, habe ich auch Kohlenhydrate stark eingeschränkt. Sicher ist sicher.
So.
Stunden später.. ;-)
Über die Auswirkungen und Nebenwirkungen der Chemos 5 bis 8 schreibe ich jetzt nicht, die Zeit kommt noch.
Jetzt musst Du erst die ersten 4 gut überstehen. Hoffentlich sind die Bilder für Dich jetzt etwas klarer.
Ich habe viel geschrieben, weil ich erstens weiss, dass es mir besser gegangen wäre, hätte ich mehr gewusst (wie z. B. das mit dem Trinken oder Equizym) und andererseits, wie krank und verrückt es mich gemacht hatte, als ich im Internet alles Mögliche über die tripple positiven Krebse gelesen habe. Wenn Du noch einen letzten Rat haben willst:
Finger weg vom Internet!!! Wenn Du Fragen hast, frage hier. Wenn Du etwas spezielles über Deinen Fall haben wills, frage Deinen ARZT!
Ich habe im Internet viel erfahren, ja, ich habe aber auch psychische Qualen erlebt, vor Sorge und Angst.
Ich wünsche Dir viel Kraft!!! Und am 16-ten denken wir alle an Dich und halten Dir die Daumen!
LG
Megi


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 Betreff des Beitrags: Re: 1. Chemo!!
BeitragVerfasst: 28. Dez 2011, 12:34 
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josch hat geschrieben:
Hallö!!

Irgendwie ist heute ein blöder Tag. Mir ist richtig übel und schwindelig. Vielleicht bin ich in Gedanken schon beim nächsten Mittwoch-> 1. Betankung.
Dann rief auch noch meine Ärztin an und teilte mir das Ergebnis der Biopsie des kleinen Knotens mit:es ist ein Tumorsatelit, genau das gleiche wie beim "großen Bruder". Ist das nicht gemein...ich hab´s ja irgendwie gewußt, was soll das auch sonst sein. Aber das sowas so schnell wächst, finde ich echt horrormäßig, das Ding war vor der Mammo (18.01.11 !!)nicht fühlbar und ist auch im MRT nicht zu sehen!!
Ich war gestern beim Gyn wg. Nahtkontrolle (wenigstens ist da alles super) und hab ihn mal nach triple negativ gefragt. Er meinte, dass mein Tumor ein sehr aggressives und schnellwachsendes Ding ist, aber das deshalb die Chemo wahrscheinlich auch gut greifen wird. Das selbe sagte auch meine Ärztin. Vielleicht heißt dann triple neg. was anderes?
@Megi
Keine Angst, ich schau schon lange nicht mehr im internet nach, das ist echt seelische Selbstverstümmelung!!Ich hab da auch direkt nach meiner Diagnose einige schlimme Erfahrungen mit gemacht!!Danke auch für die tollen Tips.Hab mir gestern so etwas ähnliches besorgt wir Equizym->Orthomol. Habt ihr das "Antikrebs Buch" von D.Servan-Schreiber gelesen?In diesem Equizym od. Orthomol sind genau die Inhaltsstoffe drin, von denen Schreiber erzählt. Find ich irre. Sogar Alfons Schubeck plädiert für diese Lebensmittel.
Achja, Megi. Ich glaube, es ging ziemlich zügig das man die Lymphknoten sehen konnte!
Gut, das ich dieses Ergebnis heute nicht auch noch bekommen habe. Bin eigentlich kein negativer Mensch aber allzu "romantische" Hoffnungen habe ich da dann doch nicht mehr!

Ich glaube ,ich tu mir jetzt was Gutes!!!Ich werf jetzt 2 Piccolo in die Kühltruhe und warte auf meinen Mann! :D

sowas werde ich auch vermissen in den kommenden Monaten!!!

LG,Jo!


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 Betreff des Beitrags: Re: 1. Chemo!!
BeitragVerfasst: 28. Dez 2011, 12:34 
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Wienerin hat geschrieben:
Hallo Josch!

Vielleicht ist ja doch alles o.k. mit deinen Lymphknoten! Ich z.B. hatte 4 Wächterlymphknoten, das wurde durch das Kontrastmittel klar. Und diese 4 mussten dann auch auf jeden Fall entfernt werden, egal ob befallen oder nicht. So habe ich es jedenfalls verstanden. Also sagt die Anzahl der entnommenen LK noch garnix aus. Bei mir wurde allerdings bei der OP ein Pathologe hinzu gezogen, so hatte ich das Ergebnis auch gleich. Ein LK war befallen, deshalb wurden insgesamt 13 entfernt.

Schön, dass dein Mann dich jetzt so unterstützt. Bei mir war es damals genauso, und es ist zum Glück auch so geblieben. Unsere Männer lieben uns und wollen uns helfen. Und sie sind auch teilweise hilflos, da sie nix für unsere Heilung tun können. Dann helfen sie uns wenigstens so, und das trägt sicher auch zur Heilung bei. Mir wurde während dieser Zeit bewusst, dass es auch ein großer Fehler von mir war, dass ich ihn nie gelassen habe. Ich dachte immer, ich mache meinen Haushalt lieber selbst (falscher Perfektionismus!), und so geriet ich durch Haushalt, Job und Kind ganz schön in Stress. Sowas macht auch krank! Also, ein großes Lob an deinen Mann!

Ich habe das Buch "Die neue Medizin der Emotionen" von D. Servan-Schreiber gelesen. Spitze!

Welches Orthomol hat man dir in der Apotheke empfohlen? Es gibt ja verschiedene. Während der Chemo und Bestrahlung soll man das "i-CAre" nehmen, anschließend das "immun". Ich habe es genommen, und es ging mir, wie du weißt, ja ganz gut in dieser Zeit. Ob es jetzt daran lag, weiß ich nicht, aber verkehrt war es sicher nicht, es zu nehmen. Denn während der Chemo habe ich mich teilweise schlecht ernährt und abgenommen. So hatte ich die Gewissheit, meinem Körper wichtige Nährstoffe ect. zuzuführen.

Ich drücke dir für nächste Woche die Daumen, du schaffst das!! Und für heute Abend noch ein fröhliches PROST :roll:

Alles Liebe Anja


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 Betreff des Beitrags: Re: 1. Chemo!!
BeitragVerfasst: 28. Dez 2011, 12:35 
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josch hat geschrieben:
Hallöchen!!!

Endlich wird´s Frühling!!!Meine Kleine spielt schon seit Stunden im Garten!!!.....und ich lieg auf der Couch, mit meiner Katze und ner tierischen Erkältung!Klasse.Das macht mir Sorgen, schließlich soll es ja am Mittwoch losgehen!!!Ich werd am Montag mal anrufen und fragen, was die dazu meinen. Heute Nacht hatte ich über 39 Grad, das war schon jahrelang nicht mehr.

Die in der Apotheke haben mir das Orthomol "i-care" gegeben, meine Ärztin meint, da sei nix gegen einzuwenden außer der Preis!!!Aber wenn´s hilft isses mir das wert!

Jaja, mein Mann!! Hab ihn auch gelobt!!Allerdings in "homöopathischer Dosis"!! ;) Da is was dran, mit dem Perfektionismus im eigenen Haushalt,usw. Ich hab auch nie die Aufgaben verteilt sondern immer gedacht, ich muß das allein machen. Da kann ich mir von ihm noch was abgucken-er is ein "Gemütlicher", liebevoll ausgedrückt!!

......vor ein paar Tagen hab ich noch getönt, das ich nicht mehr im Internet rumstöbere....hätt ich´s mal sein lassen.
Unter den triple negativen versteht man wohl sehr aggressive Tumore mit großem Rückfallrisiko. Bis heut sei Chemo die einzige Therapiemöglichkeit. Außerdem würde diese Art zu 80% bei dieser Genmutation (BRCI oder s.ä.) vorkommen. Krass.
Habt ihr euch testen lassen?Bzw. wenn ja, habt ihr daraus Konsequenzen gezogen? Es könnte schon sein, daß ich unter diese "Rubrik" falle, meine Oma müttlericherseits hatte BK. Bin gerade ziemlich nachdenklich, immerhin habe ich eine Tochter....... sich die Brüste vorsichtshalber abnehmen zu lassen hört sich schon komisch an, aber um so etwas nicht wiederzubekommen, warum nicht........!?
Ist jemand unter uns, der die Statistik nach oben verbessert?Würde mich echt interessieren!

LG,Jo!


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