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 Betreff des Beitrags: gentest....bin immer noch am zweifeln.....
BeitragVerfasst: 27. Dez 2011, 16:28 
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feivelmoussi hat geschrieben:
hallo.
mal wieder das thema gentest...geht mir ja nicht aus dem kopf....
habe jetzt im internet gelesen das frauen die diesen gendefekt haben an einer speziellen früherkennungsstudie mitmachen können....großer vorteil wie ich finde...
wie geht es denn euch so? also denen die einen test gemacht haben und den gendefekt haben?
meine mutter wäre heute 50 jahre alt geworden.
ich sehhe viele vorteile in dem test....habe aber angst wenn ich den gendefekt habe das ich auch früh sterben muss wie meine mutter, mein sohn das gleiche durchmacht wie ich, ich keine kinder mehr bekommen möchte weil ich es ja vererben könnte.....und und und....
also ich würde schon mit der hoffnung hingehen das ich den gendefekt nicht habe....falsche hoffnung?
meine oma hatte brustkrebs und ihre beiden kinder (meine tante und meine mama).
wie hoch ist dann meine chance es auch zu haben?
was oder wer kann mir helfen wenn ich mit dem testergebnis nicht klar komme?
bin recht verunsichert....möchte aber auch gerne wissen was in und mit mir los ist.....
wie ist denn die sterbensrate bei brustkrebs?

hoffe ihr könnt mir ein bisschen helfen...

lieben gruß


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 Betreff des Beitrags: Re: gentest....bin immer noch am zweifeln.....
BeitragVerfasst: 27. Dez 2011, 16:28 
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Megi hat geschrieben:
Hi,
zuerst einmal mein Mitgefühl wegen des Geburtstages Deiner Mutter. Ich verstehe Dich, dass es für Dich an den besonderen Daten besonders schwer für Dich ist. Das machen wir, die Gott sei Dank leben, auch ständig. Für mich haben DIE besonderen Tage jetzt vor Weihnachten begonnen. Es ist genau ein Jahr her und jeden Tag, an dem damals etwas geschehen ist oder ich etwas erfahren habe, wird emotional neu durchlebt.
Deshalb weiß ICH nicht, ob der Test viel in Deinem Kopf verändert. Ob ein positives Ergebnis Dir Seelenfrieden bringt- jede 7 Frau bekommt Brustkrebs im Laufe des Lebens, aber nur 4% genetisch bedingt. Dass also kein von den bekannten Genfehlern entdeckt wird (und es sind nicht alle Genfehler erforscht, siehe Beitrag von Farhana), sagt absolut nichts darüber aus, dass Du keinen Krebs bekommst. Das Einzige, was man tun kann, ist Früherkennung- nicht Vorsorge, denn das gibt es nicht. Alle 6 Monate Ultraschall. Wenn Du einen vernünftigen Frauenarzt hast, wird er bei Deiner Vorgeschichte und offensichtlicher Velastung ohne Worte mehr machen als Standard. Wenn er nur murkst, über Kosten spricht, etwas bagatelisiert- weg da! Suche einen neuen, bis Du zufrieden bist. In 6 Monaten ist es kaum denkbar, dass sich etwas Großes entwickelt, kaum denkbar, dass Lymphknoten befallen werden, die Heilungschancen stehen im Falle eines Falles gut!!!
Von diesen Untersuchungen wirst Du auch nicht befreit, wenn den Gentest schlecht ausfällt, Du Dir die Brüste und Eierstöcke wegmachen lässt. Wenn der Gendefekt da wären, könnten die Zellen irgendwo im Körper sein und sich lediglich den Platz direkt in der Lunge, Leber oder Knochen suchen, aus Mangel an Brüsten ;-)
Lange Rede kurzer Sinn:
1. Durch eine prophylaktische OP reduzierst Du nur das Risiko, den Krebs IN der Brust zu bekommen.
2. Nur regelmäßige häufige Früherkennung- auch wenn Frau selbst zahlen muss(!) gibt eine
Heilungschance, weil sich die Krankheit nicht unbemerkt ausbreiten kann.
3. Egal ob mit oder ohne Gentest werden Dich die Gedanken nie wieder los lassen, denn beide Wege haben Sinn. Wichtig ist einzig und alleine, dass Du Dir dessen bewusst wirst, dass es keine garantierte Lösung für das Problem gibt. Nich nicht. Alle müssen sterben, bei einigen Frauen ist es nur wahrscheinlicher als normal, dass es Brustkrebs wird. Dass es nicht zu früh passiert, kann man den Gentest und OP machen und MUSS zur Früherkennung. Das ist alles. Darüber hinaus bleibt es jeden Tag zu genießen, nicht grübeln, mit Freude sogar dem Regen zuhören. Das stärkt das Immunsystem und das wiederum killt alles Böse im Körper. Die Lebensfreude ist die ultimative Vorsorge, habe ich gelesen.
Ich wünsche Dir vom Herzen, dass Du Deine Entscheidung triffst, die notwendigen Schritte auch konsequent umsetzt und darüber hinaus einfach glücklich lebst und das Leven auf Dich zukommen lässt. Carpe diem!!!
Alles kannst Du eh nicht voraussehen oder vorbeugen.
Viele Grüße
Megi


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 Betreff des Beitrags: Re: gentest....bin immer noch am zweifeln.....
BeitragVerfasst: 27. Dez 2011, 16:29 
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Alexandra2010 hat geschrieben:
Megi hat geschrieben:
1. Durch eine prophylaktische OP reduzierst Du nur das Risiko, den Krebs IN der Brust zu bekommen.


Liebe Megi,

diese Aussage erstaunt mich. Bist Du Dir sicher? Weshalb bezahlt die Krankenkasse dann eine solche OP, wenn sie sinnlos sein soll? Woher hast Du Dein Wissen?

Gruß
Alexandra


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 Betreff des Beitrags: Re: gentest....bin immer noch am zweifeln.....
BeitragVerfasst: 27. Dez 2011, 16:29 
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feivelmoussi hat geschrieben:
also mein papa meinte auch das selbst wenn man sich die brüste amputieren lässt der krebs dann einen anderen weg, und dies ist am warscheinlichsten die lunge, findet.

wo ist denn der unterschied zwischen vorsorge und früherkennung?

lg


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 Betreff des Beitrags: Re: gentest....bin immer noch am zweifeln.....
BeitragVerfasst: 27. Dez 2011, 16:30 
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Farhana hat geschrieben:
Liebe Feivelmoussi,
hast du dir mal die Broschüre runtergeladen, die ich dir empfohlen hatte? Ich finde sie sehr aufschlussreich und seriös.
Dass du so hin- und hergerissen bist, stelle ich mir sehr quälend vor. Warst du denn schon in einem der Zentren, wo sie die Gentestberatung machen? Ich möchte dir nämlich wirklich raten, einfach dort mal einen Termin wahrzunehmen, damit du all Deine Fragen loswerden kannst. Sonst liest du hier und da was und weißt nicht, worauf du dich verlassen kannst. Du wirst dort auch nicht bequatscht den Test zu machen. Dort arbeiten auch Psychologen, die bei der Entscheidungsfindung und auch bei der Verarbeitung des Ergebnisses beistehen können.
Grüße!


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 Betreff des Beitrags: Re: gentest....bin immer noch am zweifeln.....
BeitragVerfasst: 27. Dez 2011, 16:30 
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Megi hat geschrieben:
Hallo Zusammen,
von meinem eigenen Arzt.
Durch die OP wird das Risiko reduziert, aber nicht somit beseitigt.
Für mich auch klar, denn wer garantiert, dass bereits vor der OP nichts im Körper in den Gang gesetzt wurde. Das wollte mir mein Arzt nicht bestätigen und mir von einem Gentest abgeraten. Er setzt auf Früherkennung, denn alle Risiken sind eh nicht zu vermeiden und kein Test und keine Untersuchung bietet vollständige Klarheit oder Sicherheit.
Auch mein Frauenrzt ist der Meinung, dass die ganzen UntersuchungsMöglichkeiten die Frauen verunsichern, erfordern jedes Mal Kraft und Aufregung- vor, während und danach. 100% Sicherheit gibt aber keine. Im Ergebnis sucht such die Frau die nächste Untersuchungsmöglichkeit. Neue Ergebnisse...
Es ist nicht so, dass ich alles ablehne. Ich habe mir jetzt auch ein Differenziertes Blutbild machen lassen um festzustellen, wie das Verhältnis von Fresszellen zum Rest der Leukozyten ist. Bloß was mache ich, wenn ich erfahre, dass es gestört ist? Wie kann man beeinflußen, dass mehr Monozyten produziert werden? Ehrlich gesagt habe ich das auch machen lassen um mich zu beruhigen, dass mein Immunsystem imstande ist böse Zellen zu killen. Was aber wenn nicht.... Man kann nichts mehr wegoperieren...
So ist es mit allen Untersuchungen. Mit allem, was wir jetzt tun: es gibt keine Möglichkeit, sich zu 100% abzusichern. Man kann Risiken minimieren und muss trotzdem 100% der Früherekennung betreiben, für den Fall des Falles.
Übrigens: Vorsorge ist, wenn man sich z.B. gegen Röteln impfen lasst, man bekommt die Krankheit normalerweise nicht.
Gegen Brustkrebs gibt es noch keine Impfung, alles was man vorher tut ist, das Mistvieh möglichst früh zu erkennen, denn dann ist es heilbar.
Gentest OP der Brüste und Eierstöcke stellen eine Vorsorge dar, da kommt der Krebs nicht mehr dran. Aber eben nur nicht dran. Für den Rest gilt so oder so mXimale Früherkennung.
ICH habe das meinen beiden Ärzten abgekauft, MIR erschien das plausibel, MIR reicht das um mit mir und meinem Leben klar zu kommen.
Aber Farhana hat Recht: die eigene Entscheidung muss nach Rücksprache mit dem Arzt erfolgen und nicht auf Anraten in einem Forum.
Hier sind nur persönliche Sichten und Erfahrungen zu finden und jede von uns schreibt ihre eigene Geschichte.
Viele Grüße
Megi


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 Betreff des Beitrags: Re: gentest....bin immer noch am zweifeln.....
BeitragVerfasst: 27. Dez 2011, 16:30 
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Dorothea hat geschrieben:
Hallo zusammen,

das Thema Gentest ist ganz schön komplex. Ich finde es auch gut, dass du dir so viele Gedanken dazu machst.
Zu deinem Satz:
feivelmoussi hat geschrieben:
mein sohn das gleiche durchmacht wie ich, ich keine kinder mehr bekommen möchte weil ich es ja vererben könnte

kann ich dir nur Raten zu warten, bis du ganz sicher bist, keine Kinder mehr bekommen zu wollen (was aber ganz allein meine eigene Erfahrung ist). Ich habe heute mein Gentest ergebnis erhalten und ganz schön daran zu knabbern, obwohl es klar war, dass ich den Gendefekt habe. Heute Morgen war ich heil froh, dass wir die Reihenfolge so festgelegt hatten: erst Familienplanung, dann Gentest. Denn ich bin mir nicht sicher, ob wir noch ein Kind bekommen hätten nach diesem Ergebnis. Und unser Sonnenschein würde uns ganz schön fehlen!

feivelmoussi hat geschrieben:
also ich würde schon mit der hoffnung hingehen das ich den gendefekt nicht habe....falsche hoffnung?
meine oma hatte brustkrebs und ihre beiden kinder (meine tante und meine mama).


Ich kann deine Hoffnung nachvollziehen, denn obwohl bei mir klar war, dass ich den Gendefekt haben muss, hatte ich einen Funken Hoffnung, dass es nicht so ist. Aber, nach deiner Familiengeschichte ist eben alles drin.
Das Thema Krebs wird uns alle, die wir erkrankt waren, oder viele Krebsfälle in der Familie haben, wohl ein Leben lang begleiten, ob wir uns nun den Gentest machen lassen, oder nicht spielt dabei wohl eher eine untergeordnete Rolle...

Es gibt aus meiner Sicht 3 Möglichkeiten mit dem Thema Krebs umzugehen:

1. man ignoriert es ganz und gar - so wie z. B. meine Schwester, die sich wie die 3 Affen verhält - blos nichts sehen, nichts darüber hören und schon gar nicht darüber sprechen, dann wird's mich schon nicht betreffen! --> Also auch nicht zu Vorsorgeuntersuchungen gehen. (was allerdings aus meiner Sicht die dümmste Variante ist...)

2. man ist sich des Risikos Krebs bewusst - und geht zu allen Vorsorgeuntersuchungen, lässt sich aber nicht weiter durch irgendwelche Gentests nervös machen. Sondern lebt einfach mit seinem persönlichen Risiko, welches ja jeder in sich trägt.

3. man ist sich des Risikos Krebs bewusst, macht den Gentest, und nimmt dann die häufigeren Vorsorgeuntersuchungen (die dann ja bezahlt werden) mit, und verringert sein Risiko indem man die Brustdrüsen/Eierstöcke vorsorglich entfernen lässt.

Egal wie, das Thema Krebs wird uns wohl nie wieder los lassen - wir müssen eben alle eine Weg finden für uns selbst so gut wie möglich damit umzugehen!

Megi hat geschrieben:
. Es gibt keine Möglichkeit, sich zu 100% abzusichern. Man kann Risiken minimieren und muss trotzdem 100% der Früherekennung betreiben, für den Fall des Falles.
Zitat:


Dass es keine 100%ige Lösung gibt, fällt mir manchmal auch sehr schwer zu akzeptieren. Ich würde gerne eine vorsorgliche OP machen lassen, und dann das Thema abhaken können. Nur das ist leider ja nicht der Fall. Die Minimierung des eigenen Risikos ist das Beste, was wir erhoffen können...

Zitat:
Aber Farhana hat Recht: die eigene Entscheidung muss nach Rücksprache mit dem Arzt erfolgen und nicht auf Anraten in einem Forum.
Zitat:

Ja, das ist wohl war, denn jeder hat ihre eigenen Erfahrungen, aufgrund der sie ihre persönliche Entscheidung trifft.
Hierzu ein Beispiel, was ausnahmsweise nichts mit Krebs zu tun hat:
Als ich unseren Sohn im Oktober entbunden habe, wollte ich auf gar keinen Fall mehr einen Kaiserschnitt, wie bei meiner ersten Entbindung, da ich daran total schlechte Erinnerungen hatte. Er kam auch per Spontangeburt zur Welt und das war für mich echt super. Im Krankenhaus lag ich dann mit einer Frau im Zimmer, die es genau andersherum gehandhabt hat, und heil froh war, dass sie bei der 2. Entbindung einen Kaiserschnitt bekommen hat, da sie eben nach der Spontangeburt ihres 1. Kindes total viel Schwierigkeiten auf der Toilette hatte und das 2 Jahre lang.

Was ich damit sagen will: Es ist eben immer eine Sache persönlicher Erfahrung!

Liebe Grüße

Dorothea


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 Betreff des Beitrags: Re: gentest....bin immer noch am zweifeln.....
BeitragVerfasst: 27. Dez 2011, 16:31 
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Alexandra2010 hat geschrieben:
Danke, Megi, für die Infos!

Gruß
Alexandra


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