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 Betreff des Beitrags: Herceptin länger als 1 Jahr?
BeitragVerfasst: 27. Dez 2011, 18:32 
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Farhana hat geschrieben:
Die Frauenärztin meiner Mutter ließ mir ausrichten, es gäbe neue Daten, die darauf hindeuten, dass man Herceptin doch länger als ein Jahr nehmen sollte. Die Kassen würden das allerdings nicht übernehmen.
Ich hatte einen Tumor, der sehr stark HER2 positiv war (3+++).
Ich werde auf jeden Fall mal meine Onkologen befragen. Bock hab ich nicht gerade darauf, weiterhin alle 3 Wochen ins Chemozimmer zu müssen... aber was tut man nicht alles....
Hat hier schon jemand Erfahrungen mit dem Thema?


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 Betreff des Beitrags: Re: Herceptin länger als 1 Jahr?
BeitragVerfasst: 27. Dez 2011, 18:33 
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Megi hat geschrieben:
Hallo Farhana,
es scheint so, als gingen wir fast den gleichen Weg ;-)
Tripple positiv, nicht wahr?
Also: ich hatte im August mit meinem Onkologen ein ernstes Gespräch über meine Therapie gehabt, weil ich gelesen habe, es gäbe Probleme in der Behandlung von tripple positiven Biesern.
Es gibt eine These, nach der Tamoxifen einerseits die Hormonrezeptoren blockiert, andererseits aber die Wachstumsrezeptoren bei HER+++ aktivieren soll. Solange frau also Herceptin bekam, war alles gut. Meine Sorge war, was passiert nach dem einen Jahr, wenn ich nur Tamoxifen bekomme.
Ich wollte darauf hinaus, dass mir die Eierstöcke entfernt werden sollten und ich dafür Aromatasehemmer bekomme.
Nun ist aber die Studie, die sich mit dem Thema befasste unterbrochen worden (Uni Essen oder Bochum, weiss ich nicht mehr), mit dem Zwichenergebnis, dass bei den tripple positiven Frauen genauso viele Rückfälle erlitten/ gesund blieben unabhängig davon, ob sie Tamoxifen bekamen oder nicht.
Und zum Thema zurück:
Damals sagte mir der Onkologe: "Sie bekommen Herceptin erst einmal das Jahr, und dann schauen wir weiter, vielleicht auch länger"
Im Septemberr 2010. Wie ich die Schwestern verstanden habe, ist das ein Jahr nach der Chemo, also ohne die Phase, in der wir sowohl Chemo als auch Herceptin bekamen.
Ich gehe jetzt also fest davon aus, dass ich bis Ende Juli und dann noch mindestens ein halbes Jahr Herceptin bekomme (mir wäre es lieber noch ein Jahr). Zwei Jahre nach dem Beginn der Antihormontherapie kann ich nämlich auf Aromatasehemmer umstellen und mir wäre die Sorge, ob Tamoxifen die Wachstumszellen aktiviert oder nicht, erspart.
Auch wenn man diese Wirkung nicht nachgewiesen hatte, irgendjemand hat doch aus irgendeinem Grund die These aufgestellt. Es stimmt oder stimmt nicht.
Für den Fall, dass man in einpaar Jahren feststellen sollte, es stimmt doch, will ich jetzt Herceptin!!! ;-)
Ich denke, mein Arzt kriegt das zusätzliche halbe Jahr bei der Krankenkasse durch, sonst hätte er das doch nicht angesprochen, oder?

Viele Grüße
Megi


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 Betreff des Beitrags: Re: Herceptin länger als 1 Jahr?
BeitragVerfasst: 27. Dez 2011, 18:33 
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Farhana hat geschrieben:
Hallo Megi,
danke für Deine Antwort.
Heißt triple positiv jetzt, dass sowohl Her2-, als auch Östrogen-, als auch Progesteronrezeptoren positiv waren? (Also Gegenteil von triple negativ)
Sag mal, wo kriegst du eigentlich all Deine Informationen her? Du weißt immer so viel (Respektkelle gezückt)...
:D
Bin mir nicht sicher, ob wir über dieselbe Studie sprechen, wonach Tamoxifen nach Absetzen des Herceptins Wachstum antreiben soll.
Falls du die Studie von Shou et al 2004 meinst (Ergebnis: Tamoxifen kann bei HER2-postiviem Brustkrebs zu schnellerem Wachstum führen, wenn gleichzeitig ein Aktivator namens AIB1 überaktiv ist), dazu hat mir die Oberärztin im Uniklinikum gesagt, dass das nicht mehr aktuell sei.
Würde mich mal interessieren, falls du von einer anderen Studie sprichst.
Grüße!


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 Betreff des Beitrags: Re: Herceptin länger als 1 Jahr?
BeitragVerfasst: 27. Dez 2011, 18:33 
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Anja hat geschrieben:
Hallo,
auch ich war tripple positiv, und habe an der Gain- Studie teilgenommen. Ich bekam Herzeptin im Anschluss der Chemotherapie über ein Jahr. Mein Onkologe hat mit damals( vor 3 Jahren) erzählt, dass es eine Studie gibt, die nachweist, dass Herzeptin über ein Jahr die gleichen Erfolgschancen hat wie über 2 Jahre, aber vielleicht hat sich das schon wieder geändert?? Mir sind die Eierstöcke auf anraten entfernt worden, und ich spare jetzt dadurch die Zoladex Spritzen und bin auf Aromatasehemmer umgestellt worden.
Mein Onkologe sagt, das Tamoxifen war der "Smart" unter den Medikamenten, und die Aromatasehemmer(bei mir Arimidex) sind der " Porsche" unter den Medikamenten. Darunter geht es mir sehr gut!
Aber ich denke, jetzt nach fast 4 Jahren gibt es immer wieder neue Erkenntnisse?!
Liebe Grüße


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 Betreff des Beitrags: Re: Herceptin länger als 1 Jahr?
BeitragVerfasst: 27. Dez 2011, 18:34 
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Megi hat geschrieben:
Hallo Farhana,
ich habe mich in dem Behandlungsjahr im Internet angemeldet überall dort, wo die Zulassungsnummer des Arztes nicht erforderelich war ;-))
Ich selber habe Naturwissenschaften studiert, zwar nicht Medizin, der Drang zur Grundlagenforschung treibt mich aber in fast allen Lebensbereichen an ;-)
Darüber hinaus wollte ich meinen Feind genau kennen lernen, um zu wissen, wo seine Schwachstellen sind.
Ja, das alles führt dazu, dass da bei mir oben Einiges herum wirbelt. Im positiven aber auch im negativen Sinn. Letztes Jahr kurz vor meiner OP habe ich mehr Fragen und Probleme, als positive Entwicklungen gesehen. Das hat mir einige schlaflose Nächte, Angst und Panik beschert. Eine geringere Wissensdosis scheint doch positiver für das Wohlbefinden zu sein;-)
Ja, ich sprach von der gleichen Studie und deren Zwischenergebnis.
Angeblich soll sie zu der Zeit initiiert worden sein, als Aromatasehemmer das Maß aller Dinger zu werden schienen. Da sie ungefähr 30x so teuer sind wie Tamoxifen, ist klar, dass die Pharmaindustrie an einem "Herauskicken" und ersatz von Tamoxifen interessiert war. Die studie soll auch von den Herstellern mitfinanziert worden sein. Im Internet finden sich Publikationen bis zu den anfänglichen positiven (Ergebnissen ca. 2006). Die späteren Ergebnisse (also kein erkennbares Risiko oder Vorteil Tamoxifen / Aromatasehemmer bei HER+++ und ER/PR+) finden sich natürlich nicht mehr wieder.
Das ist die Gechichte,die mir dazu der Freund meines Arbeitskollegenerzählt hatte, der selbst seit einigen Jahren ein Brustzentrum im Ruhrgebiet leitet. Ich habe beschlossen ihm zu vertrauen. Ohne das gehen wir doch unter vor Sorgen, nicht wahr?
Übrigens, ich habe am Donnerstag Herceptin und Zometa bekommen. Ohne jeglichen Kommentar zu Kosten und Krankenkasse. Mein Rat ist, die Mittel einfach einzufordern. Ich habe den Eindruck, dass in den "kann"-Fällen manche Ärzte einfach die Formalien oder Rückfragen der Krankenkasse scheuen.
So. Zeit sich um das Mittagessen zu kümmern. Heute gibt es wieder voll die Anti-Krebs Zutaten, mein Mann wird wieder die Nase rümpfen (Curcuma, Kreuzkümmel etc. sind schon gewöhnungsbedürftig ;-)
LG
Megi


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 Betreff des Beitrags: Re: Herceptin länger als 1 Jahr?
BeitragVerfasst: 27. Dez 2011, 18:34 
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Farhana hat geschrieben:
Okay, in der Zwischenzeit hatte ich Kontakt mit dem Prof., den die Frauenärztin zitierte, und die Antwort will ich Euch nicht schuldig bleiben:
Herceptin ist nur für 52 Wochen indiziert. Es gibt z.Z. keine Studien, die nahelegen, dass eine längere Gabe sinnvoll sein könnte. Z.Z. läuft wohl eine Studie, die 1 Jahr mit 2 Jahren vergleicht, aber daraus sind noch keine Daten erwachsen, die eine längere Einnahme nahe legen würden.
Um ehrlich zu sein, ist mir diese Antwort sehr lieb, ich hab nämlich auch echt kein Bock mehr auf alle 3 Wochen in die Onkoambulanz...
Schönen Tag noch!


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 Betreff des Beitrags: Re: Herceptin länger als 1 Jahr?
BeitragVerfasst: 27. Dez 2011, 18:36 
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Megi hat geschrieben:
Hallo Farhana,
das ist doch super! Ich glaube, ein Professor als Quelle wird doch verlässlich sein ;-)
Und JA! Ich habe dieses Gepiekse auch so satt. Ich bin Rechtshänderin, die Venen sind da sehr fest und gut die Chemo und dann OP gingen rechts ganz ok, nach der OP mussten wir mit Herceptin nach Links ausweichen. Und da sind die Venen nicht mehr so prall. Also bleibt die Hand und das Handgelenk. Ist nicht soooo toll....
Auch wenn mir die Infusionen das Gefühl geben, auf der "sicheren Seite" zu sein, solange das Zeug in meinen Venen fließt, so gern würde ich auf die Onkologie verzichten. Alle drei Wochen wach rütteln und erinnern, dass Frau nicht zum alten Leben zurück soll, das die Krebsentwicklung ermöglicht hatte, ist gut. Aber der Anblick einiger Mitpatienten, bei den es ersichtlich ist, wie sie schwinden.... Oder eine Patientin, die wie ich immer Donnerstags dran war- vor 6 Wochen hat man ihr nach der Blutuntersuchung keine Infusion mehr geben wollen, dann kam der Doc, hat sie direkt auf die Station geschickt. Ich habe sie nicht wieder gesehen.
Neineineinein.... Wenn es nicht muss, dann bin ich vielleicht Ende Juli auch "fertig" mit Herceptin ;-)) Bleibt noch Tamoxifen mit nicht ganz unerheblichen Nebenwirkungen.
Achso. Wollte noch was fragen: zählen die 52 Wochen nach Chemo-Abschluss oder zählt die Zeit gleichzeitiger Gabe Chemo+Herceptin auch schon? Denn in dem Fall wäre jetzt schon im Mai Ende !
LG.
Megi


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 Betreff des Beitrags: Re: Herceptin länger als 1 Jahr?
BeitragVerfasst: 27. Dez 2011, 18:36 
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Farhana hat geschrieben:
Ja, Megi, ich weiß, mir geht es genau so... ich finde es auch immer total schwierig, mich nicht von den Erlebnissen in der Onkologie so runterziehen zu lassen. Ein bisschen Abstand tut schon ganz gut.
Hast du denn keinen Port (mehr)? Ich habe mir damals einen legen lassen, um genau das Problem mit den Venen zu umgehen. Jetzt bekomme ich noch 1x Herceptin, und danach will ich den Port auch raus haben. Ich freue mich total drauf, ihn los zu sein!
Ich glaube, du bekommst Herceptin 52 Wochen, egal, wann du damit angefangen hast. Übrigens hat mir die Oberärztin letztens nochmal erzählt, dass es eine Studie gibt, laut der 6 Wochen Herceptin genauso wirksam sein sollen wie 52...also eigentlich haben wir's schon geschafft :-)
Ganz liebe Grüße!


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