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 Betreff des Beitrags: Brustkrebs übersehen
BeitragVerfasst: 6. Jun 2013, 18:46 
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Hallo,

ich habe mich längere Zeit in Eurem Forum umgesehen und finde, ihr seid alle starke Frauen, vor denen man Achtung haben muß. Wie ihr mit dem Brustkrebs umgeht, darüber redet, Ängste austauscht, Freude teilt und Hoffnung. Ich selbst bin nicht betroffen aber seine sehr gute Freundin von mir hat dieses Schicksal jetzt ereilt.
Bei ihr hat man den Knoten erst gar nicht richtig wahr genommen bzw. nicht so ernst und die Mammographie wurde dann über 2 Jahre verzögert erst durchgeführt, weil sie selbst das dann wollte. Es sind Gott sei Dank noch keine Metastasen gefunden worden.
Meine Freundin bat mich, den Arzt wegen Schmerzensgeld in Anspruch zu nehmen und deswegen bin ich auf die Idee gekommen, überhaupt auch einmal ein solches Forum zu besuchen und mich zu informieren. Dabei dachte ich dann schon, dass ich Euch auch mal darauf hinweisen sollte (ich bin Anwältin bei Behandlungsfehlern auf Patientenseite), dass manchmal durchaus Brustkrebs leider zu spät diagnostiziert wird, weil man schlicht die Knoten und Knötchen nicht ernst nimmt. (Eben wie bei meiner Freundin).Oder dann nicht sogleich die richtige Therapie einleitet.
Meine Freundin will dies jedenfalls nicht auf sich sitzen lassen und gegen den Arzt vorgehen.
Ich wünsche Euch alles Gute. Gebt die Hoffnung nicht auf. Eure Lebenslust ist ansteckend.
Liebe Grüße Alexandra Hirsch


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 Betreff des Beitrags: Re: Brustkrebs übersehen
BeitragVerfasst: 6. Jun 2013, 19:40 
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Beiträge: 168
Wohnort: Wetzlar/Hessen
Geschlecht: weiblich
Hallo Alexandra,

dass BK übersehen wird, kommt leider nicht selten vor. Ich kenne selbst Frauen, denen gesagt wurde, es sei nur eine Zyste. Sie hörten aber auf ihr Bauchgefühl, und sind in ein Brustzentrum gegangen und haben auf eine Stanze bestanden. Im Ultraschall und auch in der Mammographie wurde es nicht erkannt. Ende Mai kam in RTL Extra ein Bericht darüber, dass Radiologen in einer Klinik in Ostdeutschland (ich weiß nicht mehr wo) mind. 500 Mal eine Fehldiagnose gestellt haben könnten. Die betroffenen Frauen wollten diese Ärzte auch verklagen.

Ich hoffe, dass du deiner Freundin eine gute Stütze sein wirst, und dich für ihr Recht einsetzt. Denn sie wird jetzt ihre ganze Energie für die Therapie brauchen. Es ist zwar wichtige Zeit vergeudet worden, doch sie hat noch immer sehr gute Chancen, wieder gesund zu werden!

Liebe Grüsse

Anja

_________________
Von Engelflügeln getragen, wandere ich durch den Tag. Von Engelflügeln getragen, frage ich um Rat. Von Engelflügeln getragen, frage ich:"Mach`ich es richtig?" Mein Engel antwortet: "Hör`auf dein Herz, das ist wichtig!"


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 Betreff des Beitrags: Re: Brustkrebs übersehen
BeitragVerfasst: 13. Jun 2013, 19:17 
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Registriert: 05.2013
Beiträge: 2
Geschlecht: nicht angegeben
Hallo Anja,

danke für die Antwort. Habe jetzt meiner Freundin geraten, sich hier mal umzuschauen. Vielleicht ist das ja was für sie. Ist ja alles noch recht neu - die Situation.
Da ich keinen Fernsehanschluß habe, kannte ich das Thema nicht. Das ist ja unglaublich - bei 500 Frauen in der selben Klinik übersehen? Ich meine, 500! Da kann der Arzt ja nur ein Idiot gewesen sein oder die Geräte waren defekt oder man hat die falsche Brust gestanzt? Bin gespannt, was bei denen raus kommt.
Gestern hat sich erstmal die Haftplfichtversicherung des Arztes gemeldet. Diese wird das nun erst einmal intern prüfen. Vielleicht bieten sie ja was an.
Ich habe auch gleichzeitig bei der Krankenkasse ein Gutachten in Auftrag gegeben - das geht kostenlos. darin äußert dann ein Gutachter seine Meinung, ob ein Behandlungsfehler (hier: Fehldiagnose) zu sehen ist und wenn ja, mit welchen Konsequenzen. Das dauert leider im Schnitt ca. 6 Monate.
Ich werde weiter berichten.

Ein angenehmes Wochenende und weiterhin viel Kraft
wünscht
Alexandra


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 Betreff des Beitrags: Re: Brustkrebs übersehen
BeitragVerfasst: 4. Jul 2013, 07:54 
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Registriert: 01.2012
Beiträge: 27
Wohnort: 53783 Eitorf
Geschlecht: weiblich
Hallo Alexandra!!!
Das klingt ganz extrem nach meiner Geschichte!!!
Ich möchte sie Dir gerne erzählen und Mut machen!!!

Ich selber habe im Sommer 2010 4 Wochen nach der Geburt meines Sohnes einen Golfball großen Knoten in der linken Brust gespürt...
Meine Hebamme dachte es sei Milchstau...

Da meine Mutter in meinem Alter nach Schwangerschaft mit meinen Schwestern an Brustkrebs erkrankt war,war ich alarmiert und bin schnellst möglich zum Gynäkologen!!!
Dieser kannte meine Vorgeschichte und schickte mich sofort zum Radiologen!!!

Beim Radiologen habe ich mich auch gut aufgehoben gefühlt...
Dieser machte aber nur Ultraschall und sagte mir das das kein Brustkrebs sei,der Knoten wäre abschiebbar und Glatt berandet,so sieht kein Brustkrebs aus!!!
Das wäre eher ein gutartiger Verlauf während des Stillens...
Keine Mammographie oder Stanze nötig!!!
Als ich damals mit meinem Mann,der alles bezeugen kann diese Praxis verließ war ich so glücklich!!!
Hätte ich damals gewußt was noch folgen würde hätte ich mir eine 2. Meinung eingeholt...
Wenn man aber zu hören bekommt das man gesund ist,geht man nicht zu einem 2. Arzt und will das Gegenteil hören...
Davon habe ich gelernt!!!

Ich sollte alle paar Monate zum Ultraschall kommen...
Hatte zwischendurch auch abgestillt weil mein Sohn die Brust verweigerte...
Heute weiss ich warum!!!

Hatte den Arzt damals gefragt ob wir den knoten nicht operativ entfernen könnten...
Er hielt auch das nicht für nötig!!!
Sicher würde er nach einer Zeit von selbst verschwinden,so sagte er...

Ich ging also alle paar Monate zu den Ultraschall untersuchungen...
Bis ganz genau 1 Jahr später dieser Knoten zu schmerzen anfing...
Ich ging wieder zum radiologen,der bei dem ich bisher war der war im urlaub und so bin ich zu einer Vertretungsärztin gegangen...
Diese machte eine Mammographie und war schokiert!!!
Ich sollte sofort zur Stanze ins KH...

Das Ergebnis war sehr ernüchternd!!!
Brustkrebs!!!
Musste sofort ins Brustzentrum,dort wurde ich komplett auf den Kopf gestellt...
Heraus kam das es bereits ein Brustkrebs im Vortgeschrittenem Stadium ist!!!
Für uns Zerbrach eine Welt...
Zwei kleine Kinder und ich noch keine 27...

Werde ich sterben???
Genau wie meine Mutter damals mit 27???

Was dann folgte war eine Horror Geschichte...
Immer waren die Ergebnisse schlechter wie gedacht...
Dadurch das der Tumor schon so lange da war und schon so groß war,hatte er in der Brust selbst gestreut und auch die Lymphdrüsen waren befallen...
Die Brust war nicht mehr zu erhalten...

Die hochdosierte Chemo war kaum zu ertragen...
Hatte Übelkeit und erbrechen,Vergiftungserscheinungen...
Es war wirklich die Hölle!!!
Danach Bestrahlung...

Kurze Zeit später ein Metastaseverdacht in einer Rippe,der sich Gottseidank nicht bestätigte...

Im Juni 2012 war ich dann endlich soweit,dass ich es geschafft hatte...
Lebe nun mein wieder gewonnenes Leben,aber die Angst das es zurückkehren könnte bleibt und begleitet uns ein Leben lang...


Nun zu diesem ''netten'' Arzt...
Auch ich habe mir eine super Rechtsanwaltskanzlei gesucht die spezialisiert sind auf ärztliche Behandlungsfehler...

Bis zum heutigen tage verstehen wir nicht,warum der Arzt bei meiner Vorgeschichte so ein Risiko eingegangen ist...
Es hätte ihn nur einer Überweisung ins KH zur Stanze gekostet...

Ich konnte alles schriftlich belegen und die Dokus waren auch eindeutig...

Es wurden 2 ärztliche Gutachten von mir gemacht von der Ärztekammer Nord Rhein...
Diese bestätigen seine Fehlerhaftigkeit!!!!!!!!!!!!

Ich möchte nicht sein Leben zerstören,allerdings möchte ich das er die Verantwortung dafür übernimmt!!!
Er hat unser Leben zerstört,der Krebs ist uns 1 Jahr vorraus...

Und wir haben einen massiven Haushaltsschaden,körperliche Schäden und von dem Psychischen will ich garnicht erst reden...

Unsere große hat bis zum heutigen Tag Schlafstörungen und Verlustängste...

Momentan geht das ganze über seine Versicherung,der Arzt hat sich komplett ausgeklinkt...
Sicher hat ihm sein Anwalt das empfohlen...
Nun sind wir bei den Verhandlungen wieviel wir bekommen sollen...

Es wird mich nicht wieder gesund machen,allerdings wird es unser Leben denk ich mal etwas erleichtern...
Er soll schlicht und einfach die Verantwortung für seine Fehler übernehmen!!!

Dann bin ich zufrieden...

Am Anfang der ganzen Geschichte haben viele versucht mich daran zu hindern gerichtlich gegen den Arzt vorzugehen...
Ich hätte eh keine Chance und soll doch besser meine ganze Kraft ins Gesund sein stecken!!!

Das hab ich getan aber ich hatte auch ein gutes Ventil um Druck abzulassen und einfach das Wissen,dass ich im Recht bin haben mich darin gestärkt diesen Weg zu gehen!!!
Mit bisher gutem Erfolg,denke das die Versicherung sich bald meldet...
Die Frist ist bereits verstrichen und wir hoffen,dass wir bald zu unserem Recht kommen!!!

Das ist unsere Geschichte...
Vielleicht baut es Deine Freundin auf und stützt sie in ihrer Meinung gegen diesen Arzt vorzugehen!!!

Wünsche ihr und auch Dir alles Gute und ganz viel Kraft,so wie ich sie hatte!!!

Liebe Grüße:
Debora


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 Betreff des Beitrags: Re: Brustkrebs übersehen
BeitragVerfasst: 4. Jul 2013, 08:37 
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Registriert: 12.2011
Beiträge: 209
Wohnort: Südlohn
Geschlecht: weiblich
Oh Mann,
es scheinen doch immer mehr Fehldiagnosen aufzutauchen. Meine Frauenärztin hat auch gesagt, dass in meiner Brust wäre eine Entzündung, und ich wäre zu jung für etwas bösartiges! Aber auf mein Drängen hin wurde eine Mammographie gemacht. Die Ärztin, die das Mammographiebild gesehen hat, sagte als Erstes : warum sind sie nicht eher gekommen?? Sie hat es schon im Ultraschall gesehen, was meine Frauenärztin nicht gesehen hat.
Ich hatte einen agressiven G3 Tumor und 10 Lyphknoten waren befallen.
Meine Konsequenz war, dass ich einen Arzt aufgesucht habe, ich wollte meine Ärztin nie wieder sehen!! Zu mehr hatte ich während der ganzen Therapien nicht die Kraft.
Das Ganze ist jetzt 6 Jahre her, und ich sehe es jetzt mit Abstand, und die Hauptsache ist: es geht mir gut :D .
Also.... wenn ihr euch nicht sicher seid: holt euch mehrere Meinungen ein und vertraut auf euer Bauchgefühl!
Liebe Grüße Anja


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 Betreff des Beitrags: Re: Brustkrebs übersehen
BeitragVerfasst: 13. Jul 2013, 08:02 
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Registriert: 03.2013
Beiträge: 4
Geschlecht: nicht angegeben
Da will ich doch gleich auch noch meien Senf dazugeben.
Eigentlich will ich das alles endlich vergessen,doch es hat sich zu sehr in meine Seele eingebrannt,das so ein sch..ß Ärztefehler alles kaputt machen kann.

Hier meine Geschichte
-2010 Screening,ich bekam eine Aufforderung zur Nachuntersuchung wegen unklaren Befund.
Erneute Untersuchung,jetzt auch mit US.Das Ergebnis war angeblich i.O.
Auf mein Drängen,weil ich ängstlich war,wurde ich 6 Monate später noch einmal nachkontrolliert.
Wieder ist angeblich alles normal.
Ich gebe mich noch nicht zufrieden und verlange,das die Aufnahme vom Screening des Jahres 2008 hinzugezogen wird,zum Vergleich.
Als der Arzt mir dann im Vergleich beider Aufnahmen erklärt,das dieses unklare "Etwas" auch schon 2008 zu sehen war u.sich in der Größe nicht verändert hat,wollte ich die ganze Geschichte endlich vergessen,mir wurde ja versichert,es handelt sich nur um ein Fibroadenom.
Warum ich aber damals,im Jahr 2008 keine Nachbestellung bekommen habe,obwohl auch schon ein unklarer Befund vorlag,konnte mir keiner erklären.
Es wurde damals schlichtweg übersehen.
Zwei Jahre später,also 2012 bekam ich meine nächste Einladung zum Screening.
Ich hatte ein ungutes Gefühl,weil ich mit Erhalt meiner neuen Einladung gleichzeitig Schmerzen in der Brust bekam.
Mein Arzt hat es auf die Psyche geschoben,bei allem was ich 2010 mitgemacht habe,wäre das nicht verwunderlich.
Kurz vor meinem Screeningtermin entdeckte ich plötzlich eine Hauteinziehung,Delle in meiner Brust.
Das dieses ein eindeutiges Zeichen einer BK-Erkrankung ist,konnte jetzt niemand mehr leugnen.
Die Biopsie hat es bestätigt.
Zur Entschuldigung sagten die Ärzte lediglich,das diese Art von BK(lobulär) bei den üblichen Untersuchungen sehr schwer zu erkennen sei.Erst eine Biopsie ,oder ein MRT brächte Gewissheit.
Warum das nich veranlasst wurde,in den Jahren vorher,warum man so leichtfertig mit dem Leben anderer umgeht(mittlerweile hatte ich Lymphknotenbefall)-wer soll mir darauf eine Anrwort geben???
l.G.


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 Betreff des Beitrags: Re: Brustkrebs übersehen
BeitragVerfasst: 30. Jul 2013, 08:19 
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Registriert: 01.2012
Beiträge: 27
Wohnort: 53783 Eitorf
Geschlecht: weiblich
Liebe Monaliesel!!!

Es macht mich schlicht und einfach rasend wütend sowas zu lesen...

Anscheinend liegt es an der Tagesordnung das die Ärzte so legere mit unseren Sorgen und Ängsten umgehen!!!
Ich bin sprachlos...

Meine Frage:
Bist Du dagegen gerichtlich angegangen???
Wenn ja,mit Erfolg???
Haste Du Deine Doku schriftlich???

LG Debora


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